Anwendungsmigration
Historisch gewachsene Applikationslandschaften, Fusionen von IT-Systemwelten werfen für Banken, Versicherungen, Behörden, Handel und Industrie vielfache Problematiken auf.
Unabhängig davon, wie versucht wird Lösungen für einen Weg in einheitliche, integrierte Applikations- und Systemlandschaften (SOA) zu finden, der Kernaufgabe von Anwendungs-Migrationen kann nicht ausgewichen werden.
Spezialisten stellen fest, dass Unternehmen die Anwendungs-Migrationen oder nur das Zusammenführen von verschiedenen Daten (Datenmigration) immer wieder unterschätzen.
Es sind meist die gleichen Faktoren, die Zeitverzug und höhere Kosten hervorrufen und letztlich die beteiligten Mitarbeiter und Projektleiter strapazieren.
Definitionslücken zwischen Liefer- und Zielsystemen, abweichende Funktionalitäten und Historien-führungen, die Sprache der Fachbereiche und der IT-Fachleute, unvollständige Transformationsregeln, hoher Programmieraufwand, große Datenmengen ...all dies sind Reizwörter einer Anwendungs-Migration.
Neben einer ausreichenden Analyse der Daten von abgebenden Systemen sind allgemeine Überführungsprozesse und Grobkonzeptionen der Datenverteilung auf die Zielsysteme unstrittig.
Sehr häufig liegt der Teufel im Detail, in den Feinkonzepten zur Umsetzung, dem sogenannten Mapping und deren IT-mäßiger Realisierung und Umsetzung durch entprechende Fachleute.
Zeitliche Abstände zwischen Erstellung von Vorgaben und deren Realisierungen erschweren zusätzlich den gesamten Prozess.
Abhilfe schafft AMM (Anwendungsintegrations-Management) , das IT-Sytem für Mapping (Abläufe, Zuweisungen, Transformationen) und deren automatischer, interpretativer Umsetzung (ohne Programmieraufwände) gleichermaßen.
Das AMM erlaubt die Erfassung von Abläufen, Funktionalitäten und Migrationsregeln durch tabellenartige Eingabe.
Ein oder mehrere Koordinatoren definieren über eine komfortable grafische Oberfläche Projekte und untergliedern diese top-down in zugehörige Prozesse und Prozessschritte, die zusammenhängend ausgeführt werden sollen. Die weitere Verfeinerung der Abläufe erfolgt über sogenannte Aufträge und enthaltene Teilvorgänge.
Jeder Teilvorgang löst Verarbeitungsaktionen in Form von Zuweisungen und Transformationsregeln
aus.
Die Transformation von Strukturen, Formaten und Inhalten wird über Entscheidungstabellentechnik beschrieben und definiert.
• AMM bedient sich zur Transformation der DynamicDatabase (DDB)
• diese nimmt die unterschiedlichen Regeln, Strukturen und Zuweisungen einfach zur Speicherung,
Weiterbearbeitung und Veränderung auf
• über die DDB werden ca. 90 – 95 % aller Transformationen im Migrationsbereich ohne
Programmierung ausgeführt
• der Wegfall der Programmierung schafft Transparenz für Nichtprogrammierer;
erleichtert z.B. auch der Fachabteilung die Kommunikation bis hin zur eigenen Eingabe von
Funktionalitäten
• Fachbereiche und IT-Spezialisten sprechen eine Sprache, es werden massiv Zeit und Kosten durch
vermeiden von Reibungsverlusten bei Vorgabe, Abstimmung und Realisierung gespart.

![]()
Das Migrationsmanagement baut auf drei Datenbanken *) auf
und bietet damit einen durchgängigen Prozess von der Beschreibung bis zur technischen Ausführung.
• Grundsätzliche Segmentierung der Systeme
• Definition der Liefer- und Ziel-Systeme
• Definition der Strukturen und Beziehungen
• Definition der Zuweisungen (Mapping)
• Definition der Transformationsregeln
• Konsistenzprüfung
Jede Änderung hat ihre Historie und somit besteht zu jeder Zeit eine integrierte Dokumentation.
..... Sofortige Testmöglichkeit von Abfragen nach den ersten fachlichen Beschreibungen
..... auch bei nicht komplett definiertem Zielsystem
..... einfache Änderung von Copystrecken.... sind markante Stichworte, die das Tool interessant machen.
Die reibungslose Bearbeitung der Vorgänge ab Start in den Zielsystemen ist zu gewährleisten.
• Das AMM-Rucksackverfahren bindet alle abhängigen Daten logisch nach Ordnungsbegriffen zusammen (z.B. Partner - Vertrag - Inkasso etc).
• AMM konsolidiert diese Daten auch bei zeitlich unterschiedlicher Anlieferung.
• Alle mit dem Basisvorgang (z.B. Vertrag) zusammenhängenden Daten werden zeitlich konsolidiert an die Zielsysteme weitergeleitet.
Bei Vergabe neuer Ordnungsbegriffe in den Zielsystemen ist es wichtig, Referenzen zwischen ALT und NEU aufzubauen.
• AMM stellt über eine Referenzdatenbank (RFDB) sicher, dass System- und Ordnungsbegriffsreferenzen konsolidiert eingetragen werden.
Die zeitliche Unabhängigkeit ist ein wichtiges Sicherheitsventil im Migrationsprozeß.
• Das AMM-Nachlieferungsverfahren ermöglicht die Übernahme und Weiterleitung von Migrationsdaten in Stufen.
• Die Einzellieferung von bereits migrierten Teil-/Beständen erlaubt eine von der Ziellandschaft unabhängige Verarbeitung in der Lieferlandschaft.
• MSC hält verarbeitete Daten aus der Lieferlandschaft solange bis die Ziellandschaft freigegeben ist.
*) auf Basis der patentierten VDB